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  • Christian Rois

Wieso neue Methoden in der Arbeitswelt nötig sind...

Aktualisiert: 10. Okt 2019

Durch die Digitalisierung ist eine neue Dynamik entstanden, die mit den Umbrüchen der Industrialisierung durchaus vergleichbar ist. Der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft ist in den entwickelten Industriestaaten im vollen Gang, wie aktuelle Zahlen der Statistik Austria zeigen.


Dieser Wandel hat auch großen Einfluss auf die Arbeits- und Produktionsweise. Die industrielle Welt entwarf von oben zentrierte Arbeits- und Managementsysteme mit strikten Vorgaben und klaren Hierarchien. Industriegiganten wie Ford, Taylor standen für die Erhöhung der Produktionszahlen. Versinnbildend stand dafür das Fließband, bei dem es schlicht und ergreifend um die Steigerung von Produktionszahlen ging und der Erfolg von Managementmethoden dementsprechend auch daran gemessen wurde.

Im Dienstleistungssektor sind Managementmethoden, die aus der Fließbandproduktion stammen, jedoch nicht mehr zeitgemäß. Arbeitsprozesse sind weitaus interaktiver und vielschichtiger geworden sprich komplexer. In diesen Prozessen bekommt die interne Kommunikation ein viel größeres Gewicht, als die reine Steigerung von Produktionszahlen.


Wir haben schon alle die Erfahrung gemacht, dass Abteilung oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter parallel an ähnlichen Aufgabenstellungen arbeiten, im ungünstigsten Fall sogar in entgegengesetzte Richtung arbeiten, weil es an interner Koordination und gemeinsamer Zielsetzung fehlt. Um dies zu vermeiden, braucht es Transparenz aber auch Flexibilität. Nur so können selbst gesteckte Ziele mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erfolgreich erreicht werden.


Zusätzlich zur Frage der Effizienz kommt auch die Sicht auf unsere Arbeitswelt. Die Globalisierung hat nicht nur ihre Effekte auf Unternehmen. Sie bewirkt auch eine tiefgreifende Transformation unserer Sichtweise der Arbeitswelt, wie man es zuvor nicht für möglich gehalten hat. Dieser Wandel in der Arbeitswelt zeigt sich auf unterschiedlichen Ebenen:

  • Manager geben vermehrt nicht mehr sture Stück- und Kennzahlen vor, sondern Zielsetzungen für Projekte und stellen Ressourcen zur Verfügung, wobei die Mitarbeiter selbstständig die Lösungswege suchen.

  • Dies ist dem hohen Grad an Beschäftigten aus dem tertiären Arbeitssektor geschuldet, denen diese Arbeitsweise aufgrund ihres hohen Bildungs- und Wissensstandes entgegenkommt.

  • Im globalen Wettbewerb muss man sich zunehmend auch durch die eigenen Motive von den Mitbewerbern unterscheiden (Corporate Identity). Die Frage nach dem Sinn und den Motiven ist gerade bei den Millennials zunehmend ein Entscheidungskriterium.

Zusammenfassend zeigt sich, dass erfolgreiche Unternehmen in der Lage sind, über Abteilungen hinweg gemeinsam an einem großen Ziel zu arbeiten. Die zielgerichtete Mobilisierung der eigenen Ressourcen ist dementsprechend oft der Unterschied zwischen Erfolg und Versagen von Unternehmen. Um dies zu ermöglichen helfen agile Zielerreichungssystem, wie zum Beispiel OKR und der EWC-Zieldialog.


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