endlich ein rhetorikbuch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Ich bin Moderator und Coach. Meine Kunden unterstütze ich oft auch bei der Vorbereitung von Präsentationen und Reden. Daher muss ich im Jahr ca. 10-15 Bücher in diesem Bereich lesen. Ich schreibe bewusst „muss“, weil es irgendwann zur Qual wird die immer gleichen Tipps und Tricks, die gleichen Scherzchen und Vereinfachungen zu lesen. Trotzdem lese ich diese Ratgeber, weil manchmal eben doch noch irgendwo ein neuer Aspekt oder eine neue Idee zwischen den Buchdeckeln zu finden ist. Trotzdem sind die Selbstverliebtheit mancher Autoren, ihr Marketing-Sprech und die dazugehörigen Holzhammer-Strategien oft große Herausforderungen beim Lesen.

Dieses Buch ist anders. Es ist immer am Punkt, einfach zu lesen, klar gegliedert und mit vielen authentischen Fallbeispielen aus der Coaching-Praxis der Autorin gespickt. Ich halte das Buch für die beste und seriöseste Zusammenfassung für die Vorbereitung eines Vortrags, die aktuell in deutscher Sprache erhältlich ist.

Übrigens ist Fleur Wöss auch Zen-Meisterin. Nach der Lektüre des Buches habe ich im Netz danach gegoogelt. Unter http://www.daishinzen.at gibts mehr darüber zu erfahren.

alltagsprobleme

Im antiken Asien schon wußten die Mönche die dem Pfad des Zen-Buddhismus folgten, dass das absichtslose Sein, die edelste und heilsamste Form der Meditation ist. Nur in der Ruhe kann aus dem Nichts etwas entstehen. Alles darf da sein und gleichzeitig ist nichts dominant. Um diesen Zustand zu erreichen, meditieren die Mönche seit Jahrtausenden.
Wir Österreicher erreichen diesen absichtslosen Zustand mühelos und haben dazu eine eigene Örtlichkeit geschaffen: Das Kaffeehaus.
Dort sind wir einfach absichtslos. Wir flirten absichtslos mit den Menschen am Nebentischchen und beobachten die Interaktionen zwischen den Menschen und der Materie in einer einzigartigen Geräuschkulisse, die müheloses Versenken in eine meditative Grundstimmung ermöglicht.

Plötzlich aus dem Nichts tauchen dann Fragen auf, wie: „Was ist wenn Gott eine Frau wäre? Welche Körbchengröße hätte sie dann?“

Darüber diskutieren wir dann, schreiben ein Buch darüber oder schreiben diesen Gedanken auf eine Papierserviette, um ihn ehebaldigst via blog der Welt zur gefälligen Kenntnisnahme preiszugeben.