roistv auf twitter – ein zwischenfazit.

Als ich vor zwei Monaten hier von meinen ersten Zwitscherversuchen auf twitter schrieb (http://www.rois.tv/2010/11/02/follow-me-on-twitter-mich-hat-es-erwischt/), da war mir noch nicht klar wie suchauslösend twittern sein kann.

Mittlerweile habe ich die erste Twitter-Euphorie etwas verarbeitet und kann ein erstes Fazit für mich ziehen.

Zunächst: Wer twittert den überhaupt?
Ich habe den Eindruck, dass vor allem die Menschen twittern, die bereits sehr intensiv mit Information und Kommunikation arbeiten. Es sind Journalisten, Kommunikatoren aus Politik und Wirtschaft und technophile Mitteilungsbedürftige. Ich sehe twitter daher in erster Linie als berufliches Kommunikationsmittel.

Ist twitter besser als Facebook?
Twitter ist überhaupt nicht mit Facebook vergleichbar. Facebook ist tatsächlich ein Netzwerk zur gegenseitigen sozialen Dauerbeobachtung. Twitter hat weniger mit Beziehungen und mehr mit Themen zu tun. Man abonniert Informationskanäle und kann auch leicht nach ihnen suchen, aber man ist nicht primär auf der Suche nach Vernetzung.

Wozu kann man twitter brauchen?
Ich habe bisher vier tolle Anwendungsgebiete entdeckt:

  1. Man ist auf der Suche nach vertiefenden Informationen zu einem bestimmten Ereignis. Auf twitter kann man gut nach Begriffen suchen und den dazugehörigen Experten entdecken.
  2. Bei Kongressen macht es wahnsinnig Spaß sich mit anderen twitternden Kongressteilnehmern parallel auszutauschen. Erstmals ausprobiert habe ich das auf dem diesjährigen Politik-Kongress in Berlin. Lustig, was ich alles twitternderweise mitbekam, das ich sonst nie erfahren hätte…
  3. Im Lauf der Zeit entdeckt man tatsächlich einige spannende Köpfe, deren Kurzmeldungen man gerne liest. Wenn man selbst etwas zu Sagen hat, dann entwickelt sich langsam tatsächlich ein Netz von Experten, die sich austauschen. Dabei steht aber eben nicht bei Facebook im Vordergrund, das man vielleicht gemeinsame Bekannte hat, sondern eben gemeinsame Interessen.
  4. Natürlich kann man hemmungslos seine eigenen Machwerke promoten. Vorausgesetzt es genügen dafür 140 Zeichen.

Ich wünsche allen Blog-LeserInnen, die www.rois.tv trotz vereinzelt längerer Posting-Pausen die Treue gehalten haben, jedenfalls alles Gute im neuen Jahr!
Wir lesen uns!

PS: Übrigens hat auch die Rois beratung|moderation mittlerweile einen twitter-account: www.twitter.com/roisat

es ist zeit für mehr satire

Manchmal gibt es Momente im Leben, da hört man besonders aufmerksam zu. Ich kann mich zum Beispiel noch sehr gut an ein Interview mit dem Komponisten und Produzenten Peter Wolf (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Wolf_(Komponist) erinnern. Ich bin kein ausgesprochener Fan seiner Werke, aber das Interview hat mich sehr beeindruckt. Unter anderem erwähnte er bei einer Gelegenheit, dass ein mit ihm bekannter Musiker einst zu ihm gesagt haben soll: „Du spielst keine vernünftige Note vor 30. Welche Geschichten willst du erzählen, wenn du noch nichts erlebt hast?“

Das hat mich nachdenklich gemacht. Ist es nicht in vielen Feldern so, dass man erst nach 10 Jahren tatsächlich ernsthaft mitspielen kann? Wenn man also ins Berufsleben einsteigt – mit zwanzig oder Mitte zwanzig nach einem Studium, dann kann man wohl erst nach 10 Jahren mitreden. Kein recht motivierender Ausblick für einen jungen Überflieger, aber ich komme immer mehr darauf, dass es wohl stimmt.

Die gute Nachricht für mich: Mittlerweile – bin ich 30. Ab sofort bin ich bereit und kann Geschichten erzählen 🙂
Ich habe mich daher entschlossen – *trommelwirbel* – bis Ende des Jahres ein Manuskript für einen Band mit satirischen Geschichten abzugeben.

„Kampf dem Hausverstand“-zeit für einen neuen untertitel

Seit einiger Zeit ist mein Blog ohne Untertitel. Angetreten war ich ja vor fast zwei Jahren mit dem Untertitel „Kampf dem Hausverstand“. Doch der Hausverstand schlug erbarmungslos zurück. Er schlich sich in die Werbekampagne eines Lebensmittelkonzerns und attackierte meinen Weblog pausenlos mit Radio- und Fernsehspots. Vor einem halben Jahr habe ich kapituliert. Der Hausverstand hat gewonnen. Er muss jetzt Wurst und Hornhautraspeln verkaufen, aber das scheint es ihm wert zu sein. Na gut – soll er halt.

Dafür habe ich einen neuen Untertitel gefunden: „Christian Rois schreibt“ Das trifft den Inhalt hier am Besten. Natürlich bleibt alles frei von jeglichem herkömmlichem Hausverstand – Bei meiner Ehr!

danke

Immer mehr Menschen (und Computer) besuchen rois.tv. Das freut mich und inspiriert mich neue Dinge auszuprobieren 🙂

Aktuell der tägliche Durchschnitt:

geschenke, geschenke, geschenke!

Seit geraumer Zeit habe ich eine Sorge. Ich befürchte, dass Personen die diesen Blog lesen und mit mir persönlich bekannt sind, beginnen mir blogspezifische Geschenke machen. So träumte ich davon, dass ich einen Urwald von Schwiegermutters-Zungen und Areca Palmen vermacht bekommen würde. Doch: Fehlanzeige – und das ist auch gut so.
 
Stattdessen unlängst eine Überraschung: ich bekam ein Feuerzeug und eine Flasche Nelkenöl geschenkt. Zunächst verstand ich nur Bahnhof, doch dann war alles klar. Die Lösung: http://www.rois.tv/2009/07/24/hamsia-furzug-und-nok-no-regieren-die-welt/ 
Über so ein Geschenk kann man sich nur freuen. Es beweist, dass ein Blog nicht nur in der Google-Statistik laufen wächst und wächst, sondern auch real anderen Leuten Freude bereitet.
Feuerzeug und Nelkenöl
Feuerzeug und Nelkenöl

Beim Feuerzeug war übrigens kein Benzin zum Auffüllen dabei. Ob ich es mit dem Nelkenöl probieren soll? Als Nichtraucher könnte ich damit sehr stilvoll eine Menthol-Zigarette entzünden.