graphik015: stichwahlprognose

Nachdem die Prognostizierung der öffentlichen Meinung scheinbar immer schwieriger wird, versuche ich nun meine ganz eigene Prognose. Nachdem noch etwas Abstand zum Wahltag ist und die Reichweite dieses Blogs noch nicht ganz an die von HEUTE, ÖSTERREICH oder der KRONE heran reicht, habe ich keine Befürchtung, dass mein Ergebnis die Wahl in unfairer Weise beeinträchtigen wird.

Ich bediente mich zur Ermittlung des Ergebnisses einer Schachtel Farbstifte und einer Vielzahl arithmetischer Überlegungen.

Wahlergebnis Bundespräsidentenwahl Österreich - erster Wahlgang und Prognose des Stichwahl-Verhaltens der 45 % der Wählerinnen und Wähler, die keinen der beiden

Wahlergebnis Bundespräsidentenwahl Österreich – erster Wahlgang und Prognose des Stichwahl-Verhaltens der 45 % der Wählerinnen und Wähler, die keinen der beiden „Gewinner-Kandidaten“ im ersten Wahlgang angekreuzt hatten.
Berechnetes Wahlergebnis zweiter Wahlgang der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016
Berechnetes Wahlergebnis zweiter Wahlgang der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016

Sollte ich am Ergebnis näher liegen als alle anderen Prognosen, stehe ich gerne für die geneigten Medien als Experte zur Verfügung. Sollte ich verhindert sein, schicke ich ein Päckchen Buntstifte.

hohe wogen auf standard.at

promitto-Geschäftsführer Matthias Strolz hat derStandard.at ein saftiges Interview zur politischen Lage in Österreich gegeben:   http://derstandard.at/1271374630268/derStandardat-Interview-Die-sind-auf-einem-Trip

Die Aussagen von Matthias sind in manchen Bereichen mehr als plakativ und manches bleibt naturgemäß unausgeleuchtet, aber in Summe ist es doch ein recht ehrlicher und erfrischender Befund zur aktuellen Lage. 

Noch spannender finde ich die Postings darunter. Deren Inhalte untermauern oftmals genau die Thesen von Matthias Strolz, auch wenn die Verfasser sich dessen im Augenblick der Niederschrift ihrer Gedanken nicht bewusst sind. Ein perpetuum mobile des politischen Journalismus wurde geschaffen – zur Hilfe!

😉

das beste aus 30 jahren – teil 3

NZZ_Fassade

Es gibt Fixpunkte in meinem Leben. Die internationale Ausgabe der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) am Sonntag gehört dazu.

Das erste Mal begegnete ich der NZZ 1995 bei einem Ferialjob. Ich arbeitete in der Bankfiliale in der technischen Zentrale der Oberbank.
Nach wenigen Arbeitstagen wurden die Mittagspausen ein wenig anstrengend. Sämtliche Filialmitarbeiterinnen waren interviewt und mit Fragen gelöchert, der Geschäftsbericht war studiert und alle Aufgaben schon erledigt.
Doch dann kam die NZZ – „meine Zeitung“ in meine Welt.

Der Oberbank-Vorstandschef war damals Konsul der Schweiz in Oberösterreich. In den Sommermonaten wurde hier eine Ausstellung vanstaltet mit Produkten aus der Schweiz. Also nahm ich mir eines Tages eine der Zeitungen, die unter einem blauen Bleistift mit weißer Schrift lagen. Jede Mittagspause verbrachte ich nun hinter der Zeitung.

In diesen prä-historischen Zeiten ohne Internet löste die Zeitung vor allem eines aus: Verblüffung.
Dort war von Konflikten und Ländern zu lesen, die sonst nirgendwo in Österreich berichtet wurden. Präzise wurde da die Truppenbewegungen von Rebellen in irgendeiner ostafrikanischen Diktatur nachgezeichnet oder auf die Verschlimmerung einer Hungersnot hingewiesen, die bei uns einfach nicht berichtet wurde.

Die NZZ ist eine Wirtschaftszeitung und damit eine Zeitung, die an Tatsachen sehr interessiert ist und nicht an Hysterie und Meinungsmache. Die Leser sind Schweizer Geschäftsleute – eine nüchterner geschriebene und unaufgeregtere Zeitung habe ich bislang noch nicht gefunden.

Na gut: Böse Zungen behaupten, dass ich die NZZ sonntags manchmal nur wegen des besonders kniffligen Zahlenrätsels kaufe. Stimmt – aber immerhin muss ich jedes Wochenende einen Spaziergang zu einer weit entfernten Trafik machen. Also: Verstand und Körper werden zusätzlich zum Lesegenuss trainiert.

das beste aus 30 jahren – teil 2

Heute ist die Kategorie „Film“ dran.

Selbstgemachtes ist prinzipiell am besten, insoferne hat „Klein“ von Gerhard Mayrhofer natürlich eine hervorragende Chance hier auf Platz eins zu landen. Aber da ich mit der Satire „die Prophezeihung“ die Vorlage für das Drehbuch geschrieben habe, muss ich mich wohl hier selbst als befangen erklären und diesen Filmtitel aus dem Bewerb ausschliessen. 

Völlig ausgeschlossen hingegen ist ein Ausschluss von „Ronin“. Alle meine Lieblingsschauspieler (Jean Reno, Robert de Niro), Action ohne Special-Effects-Orgie und Figuren, die sich im Laufe der Geschichte entwickeln.

Den Film habe ich schon x-mal gesehen und werde ich wohl auch die nächsten 30 Jahre noch x-mal ansehen:

Ronin

vorsicht – die kronbies kommen!

Brrr… Als ich heute morgen aufwachte, war ich schweißgebadet. Ein neuer Alptraum quält mich: Ich habe Angst vor den „Kronbies“.

70% aller Menschen, die zuletzt MARTIN bei der EU Wahl angekreuzt haben, lesen nur ein einziges Medium: die NEUE KRONENZEITUNG.
Es gibt zwar einige EU-kritische Argumente von Hans-Peter Martin über die es sich lohnt nachzudenken (im Gegenteil zum dumpfen Schwachsinn der Rechts-Außen-Fraktionen). Ich habe aber meine Zweifel, ob eine Meinungsbildung basierend auf einem einzigen Medium funktionieren kann…
Jetzt sehe ich die Kronbies überall. In der Straßenbahn. Auf der Strasse. Beim Wirtn. Sie sind zu allen Zeiten an allen Orten und sie haben erstens immer Recht und zweitens fast immer die Mehrheit.