silvester 2011. ein wunsch ist bereits realitaet…

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Hoffnungsfroh blicke ich auf das Jahr 2011. Ein beruflich sehr erfolgreiches und privat sehr erfuelltes 2010 geht in Kuerze zu Ende.

Ein Vorbote eines sehr guten 2011 ist bereits angekommen: das Cafe LANDGRAF ist wieder neu eroeffnet und – es gefaellt mir wieder!

Wuensche allen inspirierende Feiern und kraftvollen Start!

linz09 ist bald vorbei. eine subjektive zusammenfassung(slosigkeit).

Zu Silvester 2008  war die Linzer Welt noch in Ordnung. Die Silvester-Feiern begannen mit einer etwas irritierenden Sinfonie für das Jahr in dem Linz die „Kulturhauptstadt Europas“ würde, aber das Feuerwerk entschädigte all jene, die von Kunst und Kultur klare Botschaften und Unterhaltung erwarteten. Mir selbst war etwas mulmig zu Mute. Ich hatte gerade ein paar Tage zuvor miterlebt, wie eine Dame in der Parfümerie-Kette am Linzer Hauptbahnhof versuchte einzukaufen. Es schien nicht zu klappen, da sich eine scheinbar unüberwindbare Sprachbarriere zwischen die Kundin und der jungen Verkäuferin schob: Englisch.

Silvester2009_Linz

Doch Linz machte sich besser als erwartet. Die Künstler kamen, die Touristen kamen, Linz lernte. Es war jedoch kaum möglich einen umfassenden Überblick über Linz09 zu bekommen. An allen Ecken und Enden wurde da Kunst veranstaltet. Man hätte alle 14 Tage neu anreisen müssen. Jedes Mal hätte man eine andere Kulturhauptstadt vorgefunden. Zwar waren gewisse Attraktionen längere Zeit in Betrieb. Wie das sehr beliebte Projekt „Höhenrausch“ auf den Dächern von Linz. Aber im Grunde bestand Linz09 aus einem Gewusel von kleinen Events, die regional über ganz Linz verteilt wirkten.

RiesenradHoehenrausch2Hoehenrausch
Linz09 hatte aber natürlich auch Pleiten. Etwa das Nebenprojekt „Linzer Auge“. Eine Aussichtsplattform mitten in der Donau, die sich kontinuierlich angetrieben von der Donauströmung drehen sollte. Allein die Bewegung blieb im Konjunktiv. Seit Juli wird die Eröffnung Monat für Monat verschoben. Ein Hochwasser verhinderte den Transport, Materialfehler den Betrieb und so verging ein halbes Jahr. Für die Initiatoren des Projektes wahrlich keine schöne Sache. Es handelt sich immerhin um die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten.
http://www.linzerauge.org

Linzer-Auge

Bleibt die Frage: Was bleibt?
– Linz09 war ein Glücksfall für die regionale Wirtschaft. Ein Tourismus-Konjunkturpaket exakt in der ärgsten Krise. Das brachte Aufwind und Aufmerksamkeit für die Gastronomie. Vielleicht schaffen es ja demnächst einige weitere Küchen im Hoamatland in den Gault Milau. Dort wird Oberösterreich schon seit Jahren schwer unterbewertet.
– bleibende Impulse wurden in der Architektur gesetzt. Spätestens jetzt ist Linz einen Wochenend-Ausflug für Gäste aus Salzburg oder Wien interessant.
– Ob es eine Belebung für die Kultur gegeben hat? Den Wert von Kultur in der öffentlichen Wahrnehmung hat Linz09 sicher gehoben. Für die regionalen Kulturschaffenden war es eine Inspiration sich neu zu vernetzen und über den eigenen Tellerrand zu sehen. Wenn man nicht als Prophet im eigenen Land untergehen will, dann muss man sich andere Bühnen suchen. Das hat Linz09 vielen ins Stammbuch geschrieben.

BlickvomSchlossberg

wer die landtagswahl in oberösterreich gewinnt.

ganz einfach: die Partei, die die meisten Stimmen mobilisiert. Das liest sich allerdings einfacher als es in der Realität ist.

Warum?

Aktuell gibt es Umfragen (etwa die von market: http://www.kurier.at/nachrichten/1938177.php), die die ÖVP bei über 40% (2003 waren es 43,6%) sehen. Die SPÖ käme danach auf 33% (2009:38), die Freiheitlichen auf 12% (2009: 8%) und die Grünen auf 8% (2009:9%). Das BZÖ bekäme keinen Platz im Landtag.

Den Umfragen nach ist dieses Bild seit Monaten stabil bei einem schrumpfenden Anteil an Unentschiedenen. Doch das täuscht. Die Reihenfolge der Parteien dürfte ziemlich klar sein, aber bei den Details kann uns durchaus noch ein blaues Wunder blühen. Die beiden offenen Fragen lauten:

1. Kann die SPÖ ihre Stammwählerschaft in den Städten wieder mobilisieren?

Bei der EU-Wahl sind zuletzt die SP-Anhänger zu Hause geblieben. Sie waren so frustriert, dass sie daheim geblieben sind. Das ist für die SPÖ eine neue Erfahrung. Ihre Stammwählerschaft ist erstens die zahlreichste und zweitens die treueste.

Die SPÖ hat daher  ihre Lehren aus dem EU-Wahlkampf gezogen und arbeitet mit Zielgruppenbriefen und Plakaten zur Hebung der Wahlbeteiligung in den großen oö. Städten. Sie managt das mit einem ausgeklügelten System von Briefen an ihre Zielgruppen (so bekommen etwa die Frauen in meinem Wohnhaus einen „Frauen“-Brief, ich bekomme einen „jungen Erwachsenenbrief“ und ich vermute mal heftig, dass die Pensionisten auch einen Brief erhalten haben). Hier sind sicher noch 2-3 % der Stimmen bewegbar.

2. Kann die ÖVP ihre Zugewinne von den Freiheitlichen am Land verteidigen?

Bei der letzten Landtagswahl 2003 konnte die ÖVP gegenüber den Wahlen 1997 zulegen. Das kollektive Gedächtnis hat diesen Umstand gelöscht, weil der Zuwachs der SPÖ unter Erich Haider (Stichwort: VOEST) um so vieles eindrucksvoller war. Dennoch befinden sich an Bord der ÖVP noch viele Leihstimmen von der FPÖ, die nach Knittelfeld am Boden lag. Schafft es die ÖVP diese Stimmen in der Fläche des Landes zu verteidigen, dann ist sie weit voran. Schafft sie das nicht, dann wird der Abstand zur SPÖ weitaus enger als es die Umfragen prophezeien.

Also: auch wenn die Umfragen scheinbar ein stabiles Bild liefern – in Wahrheit heißt es laufen, laufen, laufen für die Funktionäre, damit die eigenen Sympathisanten dann auch wirklich zur Wahl gehen.

christian lebt den mobilen traum.

Ich habe eine neue Liebe.

Genauer: ja – ich liebe einen Gegenstand: mein neues silber-grünes Klapprad.
Einfach genial wie es durch die Stadt braust. Ist nämlich trotz kleiner Räder verdammt schnell.
Und das beste: innerhalb von 10 Sekunden ist es zusammengeklappt und bereit um in engen Fahrstühlen oder U-Bahnen transportiert zu werden. Noch ein paar Handgriffe mehr und es ist auch für Fernreisen verstaut.
Bei Fahrten durch Wien und Linz gibt es vor allem ein häufiges Hindernisse für mein „mobiky“: die staunenden Passanten.

Ach übrigens: auch mein „mobiky“ ist verliebt. In ein schnuckliges pinkes Klapprad aus der Schweiz. 😉

linz09. europäische kulturhauptstadt. blitz und donner am beginn.