das beste aus 30 jahren – teil 7 – musik am schluss der party

Heute sind die Geräusche dran, die Menschen so gerne am Abend zum Fortgehen und Feiern hören.

In einer eher kuriosen Phase meines Lebens war ich ein drei-viertel Jahr DJ. Wie es dazu kam: Ich war als Zivildiener finanziell komplett abgebrannt und wollte mir einen PC finanzieren. Trübselig schilderte ich bei einem Glas Welschriesling mein Unglück meinem ältesten Freund aus Kindheitstagen. Der wollte mich dann eher trösten als ernsthaft etwas vorschlagen. Er meinte, ich solle mich doch im Ottensheimer „Baster“ als DJ bewerben. Ich nahm den Gedanken begeistert auf.

Also: Unter der Woche machte ich Rettungsdienst beim Roten Kreuz als Zivildiener und in den Nächten am Wochenenden war ich der König über zwei CD-Schächte und zwei Plattenteller… Was aber tun am Ende der Party, wenn es eigentlich gar nicht mehr geht? Wenn die peinlichsten Deutschrock-Nummern schon Euphorie ausgelöst haben, Udo Jürgens von allen mitgegröllt wurden und die Hard-Rock-Fans nach zwei alten ACDC Nummern befriedigt waren?

Also: die besten 3 Party-Musik-Nummern kurz vor dem Schluss der Party.

1. Sympathy for the devil (Rolling Stones) – Diese Nummer ab 02:30 gespielt, erhöhte den Getränkekonsum jedesmal auf mir nicht ganz erklärliche Weise ein letztes mal dramatisch.

2. Major Tom (David Bowie) – das sollte sich dann so gegen Schluss abspielen.

3. Vielen Dank für die Blumen (Udo Jürgens) – da kappiert dann jeder das es Zeit zum Heimgehen ist 🙂

das beste aus 30 jahren – teil 6

Heute hat die Serie „das Beste aus 30 Jahren“ einen bekanntes Thema: ich hatte vor ein paar Wochen über besonders gute Sauerstoffproduzenten aus der Pflanzenwelt gebloggt (http://www.rois.tv/2009/07/29/schwiegermutter-zunge-geldpflanze-und-areca-palme/). Mittlerweile habe ich tatsächlich einige der „Schwiegermutter Zungen“ in meinem Schlafzimmer aufgestellt. Die produzieren Sauerstoff des Nächtens. Klingt ein wenig schräg, aber: das funktioniert. Ich nehme die Luft am Morgen wirklich als frischer wahr. Schwere Empfehlung für alle, die nie genug Sauerstoff bekommen können 🙂

das beste aus 30 jahren – teil 5

Swiss Card lite - einfach genial
Swiss Card lite - einfach genial

Ein Geständnis: Ich bin gadgetophil. In meinen Taschen, Beuteln und Rucksäcken befinden sich eine Unmenge von kleinen Helferleins. Taschenmesser mit X-Funktionen, Klappbesteck, Schrittzähler und so weiter.

Mein aller-aller-liebstes Lieblings-Gadget habe ich wohl mindestens 2-3 mal am Tag im Einsatz. Es ist die „Victorinox-Swiss-Card lite„. Einfach, praktisch und genial.

das beste aus 30 jahren – teil 4

Natürlich habe ich in den letzten drei Jahrzehnten meines Lebens auch ein Lieblingsland auf diesem Planeten entdeckt:

das beste aus 30 jahren – teil 3

NZZ_Fassade

Es gibt Fixpunkte in meinem Leben. Die internationale Ausgabe der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) am Sonntag gehört dazu.

Das erste Mal begegnete ich der NZZ 1995 bei einem Ferialjob. Ich arbeitete in der Bankfiliale in der technischen Zentrale der Oberbank.
Nach wenigen Arbeitstagen wurden die Mittagspausen ein wenig anstrengend. Sämtliche Filialmitarbeiterinnen waren interviewt und mit Fragen gelöchert, der Geschäftsbericht war studiert und alle Aufgaben schon erledigt.
Doch dann kam die NZZ – „meine Zeitung“ in meine Welt.

Der Oberbank-Vorstandschef war damals Konsul der Schweiz in Oberösterreich. In den Sommermonaten wurde hier eine Ausstellung vanstaltet mit Produkten aus der Schweiz. Also nahm ich mir eines Tages eine der Zeitungen, die unter einem blauen Bleistift mit weißer Schrift lagen. Jede Mittagspause verbrachte ich nun hinter der Zeitung.

In diesen prä-historischen Zeiten ohne Internet löste die Zeitung vor allem eines aus: Verblüffung.
Dort war von Konflikten und Ländern zu lesen, die sonst nirgendwo in Österreich berichtet wurden. Präzise wurde da die Truppenbewegungen von Rebellen in irgendeiner ostafrikanischen Diktatur nachgezeichnet oder auf die Verschlimmerung einer Hungersnot hingewiesen, die bei uns einfach nicht berichtet wurde.

Die NZZ ist eine Wirtschaftszeitung und damit eine Zeitung, die an Tatsachen sehr interessiert ist und nicht an Hysterie und Meinungsmache. Die Leser sind Schweizer Geschäftsleute – eine nüchterner geschriebene und unaufgeregtere Zeitung habe ich bislang noch nicht gefunden.

Na gut: Böse Zungen behaupten, dass ich die NZZ sonntags manchmal nur wegen des besonders kniffligen Zahlenrätsels kaufe. Stimmt – aber immerhin muss ich jedes Wochenende einen Spaziergang zu einer weit entfernten Trafik machen. Also: Verstand und Körper werden zusätzlich zum Lesegenuss trainiert.