schwarzarbeit in der schweiz und anderswo.

In den letzten Wochen war Sendepause auf rois.tv. Die Schweiz und England wurden von mir intensiv bereist. Da ich ja keine Angestellten habe, die für mich schreiben würden, musste es hier gezwungenermassen ein wenig leiser zugehen. 

Wobei: das mit den zusätzlichen Arbeitskräften kann man unter verschiedenen Aspekten betrachten. So stand ich etwa im vergangenen August gegenüber einer Großbaustelle in Zürich vor folgendem Plakat:

Ich dachte mir: „ob es für so eine Kampagne in Österreich einen gesellschaftlichen Grundkonsens gäbe?“ Ich dachte kurz an unsere Situation im Pflegebereich oder an unsere Baustellen. Andererseits kann man es auch anders sehen: Nachbarschaftshilfe wird in Österreich großgeschrieben. Da wir uns als Vorreiter der europäischen Integration verstehen, interpretieren wird das halt gerne mit „jeder im Umkreis von 3000 km ist Nachbar“.

Einen anderen Weg habe ich inzwischen für mich entdeckt. Ich lagere unangenehme Dinge legal aus. Meine Fahrtkostenabrechnungen sind beispielsweise nicht meine Kernkompetenz. Konsequenterweise mache ich es wie die großen Konzerne: Das erledigt für mich jemand in Asien. Aus einer Mischung von Neugier, Jux und der Hoffnung auf ein paar lästige Formularausfüllereien weniger habe ich mich bei einem indischen Outsourcing-Unternehmen gemeldet. Seither kann ich jeden Monat ein paar Stunden lang einige lästige Dinge dort erledigen lassen. Ich bin noch in der Ausprobierphase, aber bislang war es schon einige Male recht nützlich.

Sogar an Weihnachten habe ich Feiertagspost von dem Unternehmen gekriegt: Ein sehr sympathisches Weihnachtsständchen der indischen Art: http://www.youtube.com/watch?v=DXMLCGSxNO4