kaizen

Wenn in den 80ern amerikanische Manager Alpträume hatten, dann meist von den Japanern. In einer rasanten Aufholjagd eroberten die Japaner weltweit Marktanteile. Vom zerbombten Verlierer des zweiten Weltkrieges zur industriellen Weltmacht in nur wenigen Jahrzehnten. Die Europäer und Amerikaner zitterten. Eines der Geheimnisse der Japaner: KAIZEN.

Dauernde Optimierung durch viele, viele kleine Experimente. Statt wie die westlichen Staaten unglaubliche Summen in die Forschung zu stecken, um neue Ideen zu kreieren, konzentrierten sich die japaner auf winzig kleine Experimente im Produktionsprozess. Hier ein paar Zentimeter ein Werkzeug näher am Arbeiter, dort eine Kiste mit Material mehr und ein paar Sekunden Zeitersparnis durch bessere Nutzung der Förderbänder. Schritt für Schritt optimierten sie so die Produktion durch die Ideen der Arbeiter und Manager. Wenn heute Toyota die Nummer eins am Weltmarkt ist, dann ohne Zweifel durch sein Toyota Produktions System. Das ist nichts anderes als die perfekte Umsetzung des KAIZEN im Hause Toyota.  

Ich selbst bin auch ein Optimierungsfanatiker. Ich optimiere dauernd und alles mögliche. Zum Beispiel auch den Weg vom Museumsquartier zum Westbahnhof. Ich weiss heute genau bei welcher U-Bahn-Tür ich einsteigen muss, um beim Ausstieg beim Westbahnhof der erste auf der Rolltreppe zu sein. Ich habe auch herausgefunden, in welche Wagen  besonders gerne Schulklassen einsteigen, die den Weg zur Tür verstopfen. Diese Wagen meide ich trotz scheinbarer Wegverkürzung.

Auch beim Einkaufen versuche ich zu optimieren. Vor der Kasse stehen zwei Schlangen: Wo anstellen? 
Dazu habe ich in Feldforschung und Fachrecherche herausgefunden: Die meiste Zeit an der Kasse kostet nicht das Scannen der Produkte, sondern der Bezahlvorgang.  Daher: Nicht dort anstellen, wo die Leute mit wenigen Produkten in den Einkaufswägen stehen, sondern dort wo weniger Köpfe sind – und wo die Kassiererin zackig wirkt 🙂

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