„heiliges kanonenrohr“

Das war der Lieblingsausruf von „Robin“ in der peinlich-schrägen 70er Jahre „Batman und Robin“ Fernsehserie. Ich muss bekennen: Ich war ein Fan. Als kleiner Junge prügelten sich der dunkle Ritter und sein Superhelden-Kollege für mich im Kino, im Fernsehen und in meinen Träumen.  Joker, Riddler und Cat-Woman – alle Bösewichte wurden erwischt. Ok – also ganz ehrlich eingestanden – ich kaufe mir heute noch manchmal Batman Comics.

Für andere Kinder war vielleicht Supermann oder Spiderman der Held ihrer Tagträume – für mich konnte es nur Batman geben. Warum? Nun – er ist menschlich – er verfügt keine Superkräfte. Während Supermann oder Spiderman über Super-Kräfte verfügen, hat Batman andere Wege: Seine Überlegenheit entsteht durch Technik, Vorbereitung und Schläue. Und einmal ganz ehrlich: Clark Kent (Supermanns Alter Ego) wohnt bei seinen Eltern am Land und Peter Parker (Spiderman) in einer kleinen Stadt-Wohnung. Batman residiert als Multimillionär Bruce Wayne in einem riesigen Anwesen. Das ist schon ein Argument.

Unlängst kam mir erstmals eine Frage in den Sinn, die den Superhelden-Status von Batman für mich in Frage stellt: Der Mann trägt immer eine Maske. Als Millionär und Geschäftsmann ist er doch nur ein Fake für seine andere Existenz. Als Superheld muss er sich erst recht verstecken. Darum hier auch die schwarze Maske hinter der keine Gefühlsregung heraus dringt. Er hat keine näheren Beziehungen. Läßt niemand an sich ran. Mit wem geht er auf ein Bier? Mit seinem Butler Alfred?

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