linz

Ich sitze gerade in Graz in der Küche meines Kabarettpartners Andi Milowiz. Wir nehmen beide an einem Seminar bei Tom Greder einem australischem Clown-Lehrer mit Schweizer Wurzeln teil. Wir arbeiten hart, erforschen die Grenzen zwischen Person, Charakter und innerem Künstler. Ja, ja … „play the game to find the game…“

Irgendwie spannend, wie sich mein Leben zwischen vier Städten abspielt. Salzburg – dem Ort meiner Ausbildung an der FH Salzburg, Graz – dem Zentrum meines kabarettistischen Universums, Wien – der Stadt, die für mich zum größten Spielplatz der Welt geworden ist und meinem Ruhepol – Linz. Wenn ich in Gesprächen erwähne, dass ich Linz als Stadt eigentlich recht gerne habe, dann ernte ich meist ein Stirnrunzeln, oftmals auch offen gezeigte Verwunderung.  

Linz ist nicht geistige Enge. Architektonisch großzügig. Hier das Ars Electronica Center – da das Lentos. Dazwischen die Donau breit und mächtig – darüber Himmel, Himmel und nochmals Himmel. Hier habe ich einfach niemals das Gefühl der Himmel falle mir auf den Kopf. Ganz Linz vermittelt das Lebensgefühl eines großzügig angelegten Vierkanters. 

Manch einer andernorts meint Linz wäre geistige Leere. Mag sein, dass das Geistesleben nicht ganz so rege ist wie an anderen Orten. Aber nur weil von etwas wenig ist, muss das nicht schlecht sein. Das läßt Platz für eigene Gedanken. Leere und Enge ist eben nicht das gleiche…

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